Kursbeschreibung

Erste Hilfe unterwegs

Erste Hilfe im Gebirge verlangt aufgrund zusätzlicher Gefahren (Absturz, Steinschlag, Wetter) eine angepasste Vorgehensweise. So kann die Bergung durch den Rettungsdienst bei ungünstiger Witterung längere Zeit in Anspruch nehmen, dass in der Erstversorgung und Lagerung berücksichtigt werden muss. Der Kurs wird diesen Randbedingungen gerecht und vermittelt neben der strategischen Vorgehensweise auch die etablierten Maßnahmen zum Auffrischen der Ersten Hilfe.

Laut Bergunfallstatistik werden 46 % der Unfälle durch Sturz oder Absturz verursacht. Bei 18 % besteht Lebensgefahr. Eine Reanimation wird bei 7 % der Verunfallten notwendig. In 11 % der Fälle entsteht eine Immobilisierung aufgrund von Erkrankungen. Erstmals mit dabei ist ein psychologischer Teil, da Rettungseinsätze die auf Blockierungen und Schockzustände zurückzuführen sind, insgesamt 49 % (!) ausmachen.

1. Teil- Kurzfristige Hilfe

(Patient immobilisiert, für 10-15 min nach Unfall, mit Hubschrauber)

Ziel ist eine Versorgung und Sicherung des Verletzten (gegen Absturz) bis zum Eintreffen des Rettungshubschraubers. (10-15 min nach Notruf)

EINFÜHRUNG: Überblick, Ausrüstung, Sicherheitsaspekte, Kommandosituation, Kompetenzen   

(Zeit für den 1. Teil ca. 2-3 Std.)

2. Teil – Behelfsmäßige Versorgung von Verletzten

(für 15 min- ca.12 Std. nach dem Unfall)

Ziel ist eine Versorgung/Stabilisierung des Verletzten, wenn keine Hilfe kurzfristig zu erwarten ist (kein Flugwetter; bis zu 12 h – Eintreffen der bodengebundenen Rettung oder Hubschrauber am nächsten Tag).

(Zeit für den 2. Teil- 2-3 Std.)

3. Teil – Psychologische Hilfe

Blockierungen, Panik

(Zeit für den 3. Teil- 30 min)